03-30-2008 10:57 AM
This blog entry is written in my foreign language, German and for now I don't have the time for translating it. Maybe you'd like to use http://translate.google.com if you're interested.
Or you just learn German

Alljährlich verfolgt uns die Sommerzeit, ein altes Mysterium aus den
70er Jahren des vorigen Jahrhunderts. Eigentlich wollte man aus
energiepolitischen Gründen ein Zeichen setzen; hauptsächlich betroffen
ist der wohl der Biorhythmus des geneigten Lesers.
Die Nacht
während der Sommerzeit-Umstellung ist für mich immer etwas besonderes.
Nicht weil ich jetzt deswegen mehr Energie sparen würde oder dies ein
großartig zu feierndes Ereignis wäre, nein eher weil mein Biorhythmus
darauf reagiert. So auch wieder heuer geschehen.
Der
blondgelockte und nach wie vor spitze Thomas G. versucht unaufhörlich
mehr oder weniger berühmten Persönlichkeiten eine Werbeplattform zu
verschaffen. Das ist teilweise so langweilig, dass ich wohl jede Wette
verlieren würde die den Inhalt hat nicht einzuschlafen. Daher versucht
man sich mit amerikanischer Fernsehunterhaltung. Mit "Heroes" wird man
auch ganz gut unterhalten, besonders wenn der Zuseher, als
eingeschworener ’Star Trek’-Fan mit George Takei und Malcolm McDowell
gleich zwei bekannte Genregesichter erblicken darf.
Die drei finalen
DVDs der ersten Staffel ziehen sich ohnehin schon hin, versucht man
nebenbei noch einen längst überfälligen Testbericht zu einem
schlechten, japanischen Anime-Prügelspiel zu verfassen, wird die Nacht
noch länger.
Nachdem der Popbarde Bryan Adams seine Stimmbänder
in Lisboa erklingen lies, eine Dokumentation über einen
Hobby-Eisenbahnerverein und Biologie-Nachhilfeunterricht des Rappers
Snoop Dogg vorüber gingen, war der Zeitpunkt der Uhrzeitumstellung
schon längst vorüber. Nach und nach schlich ich also durchs finstere
Haus um vorsorglich alle Uhren neu einzustellen. Der Glaube an die
Mainzelmännchen ist zwar bei den weiteren Hausbewohnern trotz ZDF
längst vorbei, doch den Tag kann man doch mit einer kleinen aber feinen
Tat beginnen.
Schlussendlich überkommt einem dann doch irgendwann
die Müdigkeit, nach "Normalzeit" wäre es ja erst nach 3 Uhr. Noch immer
mit einem entsprechenden Koffeeinspiegel im Blut, begibt man sich also
in die warme Flaneldecke welche wohl demnächst durch eine leichte
Sommerdecke ersetzt wird.
Nach nur wenigen Stunden Schlaf entreißt
mich nun der kleinste (und wohl haarigste) der Familie aus meinen süßen
Träumen, doch anders als sonst, stört es mich heute gar nicht. Es ist
taghell, der Himmel blau, nur wenige hellgraue Wölkchen ziehen
gemächlich vorbei.
Wohlwissend der Tatsache nur mit T-Shirt und
Unterwäsche das Haus zu verlassen, macht man sich mit dem Hund auf
damit dieser seiner Notdurft nachgehen kann. Der Regen und Schnee,
sowie der bitterböse, heftige Wind der letzten Wochen ist verflogen.
Dafür strahlt die Sonne mit kräftigen Strahlen herab und trocknet somit
das noch feuchte Gras.
Neben dem kaum vernehmbaren
Hintergrundgeräusch der nahe liegenden Autobahn hört man nur
Vogelgezwitscher und vielleicht das Sprießen einiger Knospen. Man möge
fast von Kitsch sprechen.
Nach einem langen Frühstück mit warmen
Kaffee und tagesaktueller Neugikeiten aus der Welt, welche heute nicht
ganz so schlimm wie sonst klingen, genießt man den Luxus eines Balkons.
Sich einfach hinsetzen und die Stimmung und Landschaft in sich
aufzunehmen, Kraft und Energie für die nächsten Tage zu sammeln, die
Gewissheit genießen, heute nichts tun zu müssen.
Mit neuer Kraft
dank mediterraner Pfanne als leichte Mittagsmahlzeit ausgestattet,
schnappt man sich nun sein Fahrrad welches schon sehnsüchtig auf diesen
Tag gewartet hat. Im Frühling endlich wieder in langen Touren die
Gegend zu erkunden um den Fahrer somit Freude und Energie zu spenden.
Die Sonne scheint, ja ein guter Tag heute.